Wie baue ich eine Garage

 

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Benötigtes Material

Betonhohlblocksteine
Klinkerziegel
Überlage für Garagentor
Tür
Fenster
Mörtel
Bewährungseisen
Steine für hängende Decke
PU-Schaum
Styrodurplatten
Schlagdübel
Klebemörtel
Reibputz

 

Benötigtes Werkzeug

 

Winkelschleifer
Wasserwaage
Hammer
Diamantblatt
Kelle
Spachtel
Reibbrett

1 Fundament

Die Garage muss auf einem Betonfundament stehen und kann entweder selbst oder von einem Professionisten gemacht werden. Wir selbst haben das Betonfundament von einem Professionisten betonieren lassen. Wenn man es aber selbst machen möchte, muss man ein insgesamt 50cm tiefes Loch in der Größe der Garage ausheben. Man legt dann Fließ, 20cm Rollschotter, Bewährungseisen darauf und gießt 30cm Beton darauf.
Wichtig ist dabei, dass man vor dem Eingießen des Betons eine Schalung aus Holz rund um das Fundament macht und auch an einen eventuellen Abfluss (Ölabscheider) denkt. Dazu bildet man an der gewünschten Stelle ebenfalls ein kleines Quadrat aus Holz- in der Größe des Abflusses.

 

2 Betonhohlblocksteine

Fundament und Mauerarbeiten

Wenn das Betonfundament getrocknet und ausgeschalt ist, kann man mit dem Bau der eigentlichen Garage beginnen. Man nimmt dazu eine Schnur und fixiert sie an den Eckpunkten des Fundamentes. (siehe Abbildung 1) Die Betonhohlblocksteine werden dann auf einem Mörtelbett gesetzt, mithilfe einer Wasserwaage ausgerichtet. Sie müssten außerdem mit dem Mörtel aufgefüllt werden. So wird nun Reihe für Reihe hoch gemauert, wobei darauf zu achten ist, dass man jede Reihe jeweils um einen halben Betonhohlblocksein versetzt beginnt. (siehe Abbildung 2) Es kann dabei natürlich sein, dass man einen Betonhohlblockstein halbieren muss. Dazu verwendet man am Besten eine Flex mit Diamantblatt und schneidet die Steine auseinander.
Besonders in den ersten Reihen darauf zu achten, dass man eine Schnur von Ecke zu Ecke spannt, damit man eine schöne Wand erhält. Um die Stabilität des Mauerwerkes zu erhöhen, kann man in regelmäßigen Abständen Bewährungseisen mit einmauern. Dies ist aber nicht zwingend notwendig.
ACHTUNG: Baut man direkt an ein Gebäude, muss man dünne Styorporplatten zwischen Hauswand und Garage geben!

3 Aufmauern

Während dem Aufmauern werden bereits Aussparungen für Türen, Garagentor und Fenster gelassen. (siehe Abbildung 1) Dazu misst man einfach die Breite und Höhe des Fensters oder auch der Türe aus und lässt zusätzlich noch 3 bis 5 cm links und rechts, sowie oben frei.
Ist man bei der Höhe des Fensters oder der Türe angelangt, muss man ein Überlager setzen. (siehe Abbildung 2) Dieses Überlager wird ebenfalls auf ein Mörtelbett gesetzt und mittels Wasserwaage in die Waage gebracht.
Bei uns war es dann zusätzlich so, dass wir vorher zwei Klinkerziegel (siehe ebenfalls Abbildung 2) und auch auf Höhe des Überlager eine ganze Reihe Klinkerziegel setzen mussten. Die letzte Reihe sollte allerdings wiederum aus Betonhohlblocksteinen bestehen (siehe Abbildung 3)

 

4 Setzen der Bewährungsstreben

Es wird nun eine hängende Decke verlegt. Dazu werden zuerst die einzelnen Bewährungsstreben im Abstand von je 50cm gesetzt. Sie werden lediglich aufgelegt und erhalten ihre Festigkeit und Stabilität durch das Setzen der Steine. Nachdem also die Bewährungstreben gesetzt wurden (siehe Abbildung 1) werden die einzelnen Steine gesetzt. Um sicher zu gehen, dass die Bewährungsstreben richtig gesetzt wurden, empfiehlt es sich jeweils einen Stein zusetzen (siehe Abbildung 2) und erst dann jede Reihe aufzufüllen. (siehe Abbildung 3)

 

5 Befestigung der Fenster und Türen

 

Im nächsten Schritt werden nun die Fenster und Türen mit Holzkeilen in den dafür vorgesehenen Aussparungen fixiert und mit PU- Schaum befestigt. Wenn der Pu- Schaum ausreichend ausgehärtet ist, kann man mithilfe von Mörtel schöne Ecken und Kanten ausbilden, sodass ein schönes und ebenes Gesamtbild entsteht.
Anschließend wir nun außen eine dünne Wärmefassade gemacht. Dazu klebt man die 5cm dicken Styrodurplatten mit Klebemörtel auf die „rohe“ Garage und schraubt diese zusätzlich mit den passenden Schrauben (Schlagdübeln) fest. Anschließend wird ein Armierungsgitter mithilfe von Klebemörtel aufgezogen und die Garage wird durch das Auftragen von Reibputz mithilfe von einem Reibbrett fertig gestellt.
Die Innenwände müssen lediglich verputzt oder verspachtelt werden und können bereits dann verfliest oder bemalt werden. Man kann aber natürlich auch zusätzlich Rigipsplatten anbringen.

6 Bauchritt

Ein Spengler kann nun das Dach samt Dachrinne mithilfe von Kupferblech anfertigen.