Selber eine Wand verputzen

Die Schlitze sind geklopft, neue Rohre oder Leitungen verlegt. Nun muss die Wand wieder eben werden. Selber eine Wand verputzen erfordert zwar etwas Übung, ist aber nicht allzu kompliziert. Schritt für Schritt wird hier erklärt, wie geübte Heimwerker beim Bauen oder Renovieren Geld sparen können.

Putz ist ein Belag aus Mörtel und unterschiedlichen Bindemitteln. Putzmörtel schafft nicht nur eine glatte Oberfläche, um später zum Beispiel Tapeten anzubringen, er schützt die Innenwände auch und verbessert die Feuchtigkeitsregulation im Innenraum, wie Sie Innenwände in zwei Schichten und damit besonders gründlich selbst verputzen.

Die Wahl der Putzsorte richtet sich nach der Beschaffenheit der Mauer. Da es bei der Verarbeitung der verschiedenen Innenputze jedoch keine Unterschiede gibt, können Sie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung in beiden Fällen nutzen.

Beim Verputzen muss zügig gearbeitet werden, da Putz schnell trocknet. Es ist daher sinnvoll, dass Sie immer alle notwendigen Materialien direkt griffbereit haben. Besonders wichtige Werkzeuge wie Spachtel, Kelle und Glättekelle sollten bestenfalls in doppelter Ausführung vorhanden sein.

 

Am besten zu dritt verputzen

„Am besten nimmt man sich zunächst nur zwei, drei Quadratmeter vor“, Denn das Verputzen sei eine kräftezehrende Arbeit. „Schon um auf einen Quadratmeter einen Millimeter Putz aufzutragen, braucht man ein Liter Material.Da kommen bei 10 Quadratmetern und einer ein Zentimeter dicken Putzschicht 160 Kilogramm Material zusammen, die bewegt werden müssen,wir empfehlen deshalb, zu dritt zu arbeiten: Einer mischt an, einer bringt das Material an die Wand und der Dritte reibt den Putz.

Das richtige Werkzeug zum Verputzen

Zum Anwerfen des Putzes benötigen Heimwerker eine Maurerkelle. „Sie sollte aus Edelstahl sein, sonst drohen bei Gipsputz Roststellen. Außerdem werden eine Glättkelle gebraucht, um den Putz aufzuziehen, eine Kartätsche (Reibebrett), kleinere Kellen wie die sogenannte Katzenzunge, um die Bereiche um Fenster und an Türzargen zu bearbeiten, sowie ein Reibebrett. Ein Schwammbrett dient dazu, die Putzfläche während des Abbindeprozesses zu filzen, erklärt Raschke-Kremer. Mit einer Putzmaschine, die in Baumärkten verliehen wird, seien Laien oft überfordert. Sie mischt den Putz unter Hochdruck und spritzt ihn an die Wand – dabei muss das Material sehr schnell verarbeitet werden.

Putz richtig mischen

Am besten nimmt man einen elektrischen Rührquirl, um den Putz anzurühren. Von einer Bohrmaschine mit Rühraufsatz . Gut geeignet zum Mischen sei ein Mörtelfass. Wir halten nicht viel davon, den Mörtel von Hand in einer Schubkarre anzumischen. Darin sei es schwierig, eine gleichmäßige Masse herzustellen. Eine kräfteschonende Möglichkeit sei das Mischen auf einer glatten Baufolie, wobei man das Wasser wie beim Backen in eine Mulde in die Mitte der trockenen Mischung füllt, ehe man sie mit Hilfe einer Schaufel mischt. Für größere Putzprojekte empfehlen wir  einen Mischer zu mieten.

Bei falschem Putz droht Schimmelbefall

Welcher Putz verwendet wird, hängt vom Untergrund ab. „Wegen ihrer feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften eignen sich Haftputze auf Gips-Kalk-Basis für Innenräume am besten. Für Feuchträume wie Bäder greift der Heimwerker besser auf kalk-zementgebundene Feuchtraumputze zurück. Denn mit Gipsputzen droht hier Schimmelbefall.

 

 

 

 

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